28.09.2016

FUTURELAB BUKOWINA 2016 – Dialogforum zwischen Nord und Süd Ukraine & Rumänien

Medienworkshop mit Renate Nimtz-Köster. Tscherniwzi (Ukraine). 20. – 24.10.2016.

Дорогі друзі! Ми знову організовуємо медіа-майстер-клас з німецькою журналісткою, колишньою науковою редакторкою видання "Der Spiegel" Ренатою Німтц-Кьостер, яка вже двічі працювала у Чернівцях з журналістською (і не тільки) молоддю. Читайте та зголошуйтеся - цього разу ми можемо взяти 8 учасників з добрим знанням німецької мови, оскільки перекладу не передбачено.
Просимо надіслати короткий мотиваційний лист і обов"язково зазначити рівень володіння німецькою мовою до 3 жовтня 2016 року на адресу: info@gedankendach.org
 
Kurzbeschreibung
Freie Medien sind Voraussetzung einer funktionierenden Zivilgesellschaft. Der Medienworkshop FutureLab Bukowina 2016 nimmt sich zum Ziel, gemeinsam mit 20 jungen Teilnehmern durch handlungsorientierte Formate für den Umgang mit Medien zu sensibilisieren, selbst journalistisch tätig zu werden und gleichzeitig einen transnationalen und intraregionalen Austausch zu fördern. Der Medienworkshop wird sich zu Beginn in praktischen Übungen mit folgenden Themen beschäftigen: „Wozu brauchen wir Pressefreiheit?“, „Der Journalist – Ideal und Wirklichkeit“, „Regeln für einen fairen Journalismus: publizistische Grundsätze“, „Einblick in die Arbeitsweise des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL: Geschichte eines kritisch-investigativen Journalismus“, „Ukrainische, rumänische und deutsche Medienlandschaft: Ein Vergleich“, „Ausblick: Journalismus von morgen – print und online“. Anschließend werden die Projektteilnehmer zivilgesellschaftliche Themen eruieren, die aktuell und relevant sind und dazu in der Stadt recherchieren. Dazu werden ihnen adäquate journalistische Methoden vermittelt. Ziel ist es, die Ergebnisse medial aufzubereiten und in der regionalen und überregionalen Presse zu veröffentlichen.

Gleichzeitig hat das Projekt zum Ziel, einen Austausch von jungen Menschen dies- und jenseits der ukrainisch-rumänischen Grenze zu fördern. Zum Hintergrund: Seit den 1940er Jahren ist das Gebiet der historischen Bukowina, das zwischen 1774 und 1918 zur Habsburgermonarchie und anschließend bis 1940 zum Königreich Rumänien gehörte, geteilt. Die Südbukowina ist Teil Rumäniens und die Nordbukowina – bis 1991 sowjetisch – gehört heute zur Oblast Tscherniwzi in der Ukraine. Diese Region war lange Zeit durch Multiethnizität und -lingualität sowie eine relativ friedliche Koexistenz der hier lebenden Nationen geprägt. Trotz dieser gemeinsamen Geschichte bis fast zur Mitte des 20. Jh. besteht heutzutage – neben der politischen Trennung – eine mentale Grenze zwischen dem Norden und dem Süden. Jahrzehnte der Teilung haben einen Austausch zwischen den Bevölkerungen nahezu komplett zum Erliegen gebracht. Ethnische und sprachliche Unterschiede sowie differente Erinnerungskulturen in den vergangenen sieben Jahrzehnten beförderten eine stereotype Fremdwahrnehmung, die aufgrund einer fehlenden Kommunikation durch keinerlei Korrektiv ausgeglichen werden konnte. Angesichts einer EU-Außengrenze, die heute zwischen der Region verläuft, erscheint es dringender denn je, die jungen Generationen in beiden Gebieten für kooperative Projekte zu gewinnen. Aufgrund einer ausgeprägt pro-europäischen Einstellung der Bevölkerung im ukrainischen Teil der Bukowina wird der Medienworkshop auch Impulse für zukünftige Projekte in der Region liefern und bereits vorhandene Ressourcen sinnvoll unterstützen.

Ergebnisse
•    Reportagen und Berichte der Teilnehmenden über zivilgesellschaftliche Themen in der Presse
•    Austausch/Vernetzung von ukrainischen und rumänischen Schülern, Studierenden, Journalisten und NGO-Mitarbeitern
•    Kennenlernen/Vermittlung von EU-Standards in den Bereichen Medien und Zivilgesellschaft
•    Planung von regionalen und länderübergreifenden Projekten in den Bereichen Medien und Zivilgesellschaft
•    Dokumentation der Ergebnisse auf der Projekt-Website

Projektträger: Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. (IKGS) an der LMU München

Projektleiter: Dr. Markus Winkler (IKGS)

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