15.09.2015

„Historische und kulturelle Narrative in Russland, der Ukraine und Belarus: Konkurrenzen und Verflechtungen“

Workshop für Studierende und Nachwuchswissenschaftler_innen

Historische und kulturelle Narrative machen komplizierte Wirklichkeiten und widersprüchliche Entwicklungen durch sinnstiftende Erzählungen erfahrbar. Sie werden auf verschiedensten Ebenen, von der Alltagskultur bis hin zu literarischen Texten, gestaltet und hinterfragt. Damit beeinflussen sie kollektive Selbstverständigungs- und Aushandlungsprozesse. Insbesondere in Kriegs-, Krisen- und Umbruchzeiten vermitteln sie wirkmächtige Zuschreibungen und etablieren sowohl Inklusions- als auch Exklusionsmechanismen. Dabei stehen historische und kulturelle Narrative in der Regel in Konkurrenzen zu anderen Narrativen, mit denen sie oft eng verflochten sind.

Der Workshop stellt sich die Aufgabe, den wechselseitigen Beziehungs- und Bedingungsverhältnissen nachzugehen und so Konflikte, Missverständnisse und Polarisierungen zu erklären. Daraus eröffnen sich neue Chancen für gegenseitiges Verständnis.

Studierende und Nachwuchswissenschaftler_innen aus der Ukraine, Russland, Belarus und Deutschland haben die Möglichkeit, vom 12.-15. November 2015 an der Eberhard Karls Universität Tübingen auf einem Workshop ins Gespräch zu kommen. 

In 4 mentorengeleiteten Arbeitsgruppen zu Geschichte und Literaturwissenschaften werden sie auf der Grundlage von vorbereiteten Thesenpapieren Präsentationen vorbereiten und
diskutieren.

Organisiert wird der Workshop vom Slavischen Seminar und vom Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde. Reise- und Aufenthaltskosten werden vom Auswärtigen Amt getragen.

Nachwuchswissenschaftler_innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die zu diesem Thema arbeiten, können sich bis zum 20. September mit einem Abstract in deutscher, englischer, russischer oder ukrainischer Sprache von 1.500 Worten bewerben bei: claudia.dathe@uni-tuebingen.de. Die Teilnehmer_innen, die ausgewählt werden, sollten ihren Mentor_innen bis zum 1. November ein 5-10seitiges Papier zukommen lassen.
Bitte geben Sie bei der Bewerbung Ihre Arbeitssprachen an.

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