Seit Frühjahr 2014 finden in der Ostukraine (Oblast Donezk und Oblast Luhansk) bewaffnete Auseinandersetzungen statt. Ende Januar 2015 kam es außerdem zu einem schweren Angriff auf ein Wohngebiet in der Stadt Mariupol. Die Universität Czernowitz und das Team des Zentrum Gedankendach können daher eventuelle Bedenken hinsichtlich einer Reise in die Ukraine zum gegenwärtigen Zeitpunkt nachvollziehen. Keineswegs wollen wir mögliche Gefahren kleinreden.

Aber:

- Die Situation im Osten des Landes stellt zwar eine große Belastung für die ukrainische Politik und Gesellschaft dar, beeinträchtigt jedoch nicht die Funktionsfähigkeit der staatlichen und kommunalen Strukturen in den anderen Regionen des Landes.

- Die Stadt Tscherniwzi (Czernowitz) liegt im Südwesten der Ukraine und ist ca. 1000 km von den betroffenen Gebieten in der Ostukraine entfernt. Bis zur rumänischen Grenze, die gleichzeitig eine Grenze zur Europäischen Union markiert, sind es ca. 30km. Separatistische Ansprüche sind aus der auch heute multikulturellen Bevölkerung der Bukowina und des Gebietes Tscherniwzi nicht zu erwarten. Vielmehr verhielt man sich bereits während des Euromajdans eher besonnen beobachtend und abwartend.

- Die Sommerschule 2014 hat wie geplant stattgefunden. Deshalb gehen wir auch von einer planmäßigen Durchführung der Sommerschule 2015 aus.

-Gerade die Beschäftigung mit Fragen zur Geschichte und Gegenwart einer Region der Ukraine vor Ort trägt zu einem besseren Verständnis der Ereignisse bei und kann den gegenseitigen Austausch sowie die gegenseitige Annäherung voranbringen.

-Wir beobachten aufmerksam die weitere Entwicklung im Osten und haben für den Bedarfsfall entsprechende Vorkehrungen getroffen. Auf Veränderungen werden wir Sie auf dieser Seite zeitnah hinweisen.

Maßgeblicher Anhaltspunkt für die Einschätzung der Situation sind auch für die in Czernowitz im Rahmen von Austauschprogrammen längerfristig tätigen Deutschen die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. Den entsprechenden Newsletter des Auswärtigen Amtes können Sie unter folgender Adresse abonnieren:

https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Newsletter/Bestellen_node.html

Die Deutsche Botschaft führt zudem zur Krisenvorsorge eine „Deutschenliste“. In diese sollten Sie sich für den Zeitraum Ihres Aufenthaltes in der Ukraine eintragen. Nähere Informationen finden Sie unter:

http://www.kiew.diplo.de/Vertretung/kiew/de/05/Deutschenliste/Krisenvorsorgeliste.html