GfdS Zweigstelle in Czernowitz

Prof. Cherubim während seines Eröffnungsvortrags

Am 11. April wurde in Czernowitz eine Zweigstelle der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gegründet. Die neue Geschäftsstelle konnte aufgrund einer Initiative des Lehrstuhls für allgemeine, vergleichende und germanistische Sprachwissenschaft entstehen.

Vorsitzende in Czernowitz ist Dr. Irina Osowska. Zur Eröffnung reiste Prof. Cherubim als Vertreter der Geschäftsstelle an. Er hielt den Eröffnungsvortrag zum Thema Sprachgeschichte - Sprachwandel - Sprachkultur. Durch die Zweigstelle wird die Förderung der deutschen Kultur und Sprache in Czernowitz bereichert. Ankündigungen für die Veranstaltungen der GfdS in Czernowitz finden Sie unter Aktuelles.

Gastprofessoren aus Deutschland

Mit Unterstützung der Gesellschaft für deutsche Sprache konnten 2011/12 zwei Gastprofessorinnen aus Deutschland nach Czernowitz eingeladen werden.

 

Frau Prof. Dr. Wich-Reif bei ihrem Vortrag in Czernowitz

Frau Prof. Dr. Wich-Reif

Vom 16. bis zum 30. März war Frau Prof. Dr. Wich-Reif vom Institut für Germanistische Linguistik der Universität Bonn in Czernowitz an der Jurij-Fedkowytsch-Universität zu Gast.

In ihrem öffentlichen Vortrag beschäftigte sich Frau Dr. Wich-Reif unter dem Titel "Anrede- und Grußformeln: Tradition und Innovation" mit der Veränderung von Anrede- und Grußformeln und dem Einfluss des Internets auf diese Formeln.

Außerdem hielt Frau Dr. Wich-Reif in Czernowitz ein zweiwöchiges Seminar, in dem sie sich mit der Gegenwartssprache beschäftigte und Unregelmäßigkeiten und Unverständliches aus der historischen sprachlichen Entwicklung der Sprache erklärte. In der zweiten Woche betrachteten die Studierenden deutsche Varietäten. Im Rahmen des Seminars erstellten die Teilnehmer ihre eigene Sprachbiographie.

Frau Prof. Dr. Fuhrhop

Vom 21. bis 25. November besuchte Frau Prof. Dr. Fuhrhop vom Institut für Germanistik an der Universität Oldenburg Czernowitz, um an der Jurij-Fedkowytsch-Universität zu lehren.

In ihrem öffentlichen Vortrag befasste sie sich mit Schriftgrammatik als neuem Forschungsgebiet der (germanistischen) Sprachwissenschaft. Zu diesem Thema bot sie auch ein Kolloquium für Germanistikdozenten und Aspiranten an. In zwei Vorlesungen waren Syntax und Grammatik Thema. Morphologie war Gegenstand eines Seminars.

Über die GfdS

Die Gesellschaft für deutsche Sprache widmet sich der Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Sie besteht seit 1947. Die GfdS hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachentwicklung kritisch zu beobachten und das Bewusstsein für die deutsche Sprache in der Öffentlichkeit zu vertiefen und zu stärken. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Forschung gibt sie Empfehlungen für den allgemeinen Sprachgebrauch. Die GfdS ist eine politisch unabhängige Vereinigung und wird von der Bundesregierung und den Regierungen der Bundesländer gefördert.